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Dienstag, 23. März 2010

Final Fantasy XIII - Zwischenstand

Ich wollte mal einen kurzen Zwischenbericht über Final Fantasy XIII abgeben. Bin mittlerweile wohl kurz vor Schluss der Story im Kapitel 11 oder 12, weiß ich grad nicht so genau und ja, es ist linear. Aber das waren die früheren Teile auch. Gut, der letzte Teil den ich gespielt hatte war der neunte, aber bis da war es ja immer ein linearer Verlauf. Kurz vor Ende bekam man dann eine größere Freiheit, in dem man die Spielwelt relativ frei bereisen konnte, was hier nicht anders ist.
Lange Zeit sind die "Schlauchlevels" angesagt, aber das stört mich jetzt weniger, da man so mehr von der Charakter- und Storyentwicklung mitbekommt. Mal ehrlich, oft genug sind ja die freien Spielwelten nicht das Gelbe vom Ei, da man hier doch meistens trotzdem nur von A nach B geschickt wird oder irgendwelche versteckten Gegenstände sucht, um Extras oder Erfolge zu bekommen. Das sind dann in meinen Augen nichts weiter als Spielzeit verlängernde Maßnahmen, Prinzip Patient ist noch nicht tot, aber liegt schon in den letzten Zügen. Letztes Beispiel war Assassin's Creed II mit den Federn. Die Sammlerei ist insgesamt besser in den Spielverlauf eingebunden und man muss nicht mehr sooo viel von der Story weg um die Dinger zu finden, aber um alle versteckten Federn sein eigen zu nennen, dauerts halt eben doch. Vor allem wenn einem nur noch ein paar wenige fehlen und man die die ganze Zeit übersieht, grrr.
Zurück zu FF XIII, hier ist es mal wieder typisch, die kleinen Verstecke sind auch abseits des Hauptpfads, aber nicht so estrem weit weg, als dass man diesen kurzen Umweg nicht gerne in Kauf nimmt. Naja und manchmal heißt es einfach nur umdrehen, wie es gerne bei Final Fantasy eingebaut wurde. Primär heißt es mal wieder Augen auf im Spielverkehr. Auf jeden Fall macht die Story Spaß und hat wieder episches Ausmaße. Für mich neu ist die weiterlaufende Action in Kämpfen. Früher gab es immer eine nette Bedenkpause wenn der ATB-Balken voll war und man mit dem Charakter eine Aktion auswählt. So konnte man seine Aktionen besser planen und reagieren. In diesem Teil läuft's weiter, egal ob man grad am auswählen ist oder nicht. Dafür bestimmt man nicht mehr die Aktionen für alle drei Gruppenmitglieder, sondern nur noch für den Anführer, was es ein wenig einfacher macht. Interessant ist der taktische Hauch mit der richtigen Aufteilung der Rollen auf die Mitglieder, speziell bei den dicken Gegnerbrocken. Das aufleveln von Rollen ersetzt hier das klassische aufleveln der Charaktere. Über die Rollen, derer es insgesamt sechs gibt, werden aktive wie passive Fertigkeiten freigeschaltet, außerdem erhöht man dadurch Angriffskraft, Magie und Trefferpunkte. Gibt also nicht mehr Charaktere die stur auf Heiler oder Angriefer fixiert sind. Von den sechs Rollen hat jeder Charakter drei Hauptrollen die sich günstig aufleveln lassen können und für die er mehr Fähigkeiten erhält. Sehr schön ist auch das in Game Tutorial, was einem bei Neuerungen Hilfestellung leistet und sich dadurch im Spielverlauf ständig erweitert. Gut für Leute wie mich, die nach dem Prinzip gehen "Handbuch wer braucht das!?! Ich will erst zocken, dann lesen!".
Freu mich schon aufs Ende, wenn ich Cocoon gerettet oder auch zerstört habe oder so ähnlich. Danach noch die restlichen Nebenmissionen abschließen, ja sowas gibt's hier auch, wenn auch spät im Spiel. Der aktuelle Teil ist sicherlich was für die alteingesessenen Hasen die die alten Teile noch kennen und/oder früher schon die Japano-RPGs gezockt haben. Und nicht zu vergessen, es sieht einfach richtig guuuut aus und yeeaah endlich wieder tolle Rendervideos von Square!!!

Mittwoch, 10. März 2010

Neu bei mir: Final Fantasy XIII

Seit Montag hab ich auch Final Fantasy XIII, konnte aber erst rund 4-5 Stunden anzocken. Bisher ein sehr guter Eindruck, die Grafik ist schon der Hammer. Streckenweise ist es echt schwer die Rendervideos von der Spielgrafik zu unterscheiden, also was ich mir schon seit Beginn der 32-Bit-Aera gewünscht habe. Wuuhaa!

Naja, diejenigen die eine offene Spielwelt als essentiell erachten, sollten vielleicht einen Bogen um FF XIII machen. Es geht wieder back to the roots, Story ganz vorn und sehr linearer Ablauf, aber ich finds gut, man wird nicht von der Geschichte und den Charakteren abgelenkt und Nebenmissionen sollten die Spielzeit nicht künstlich verlängern.
Ich komm wieder auf das Game zurück wenn ich es durch habe.

Edit: So nen Blogpost mit dem Handy zu schreiben ist schon ätzend, vor allem weil das Ding irgendwie die Wörter verändert. Glaube ich bleibe bei meiner PC-Tastatur.

Samstag, 30. Januar 2010

Shenmue 3 - SEGA zu Famitsu 360

Wie ich jetzt auf Gameswelt.de gelesen habe sind in der aktuellen Famitsu Ausgabe (japanisches Spielemagazin seit 1986) wieder die Jährlichen Interviews mit Spieleentwicklern erschienen. Ein Interview wurde natürlich mit SEGA geführt, in dem erklärt wird, dass SEGA immer wieder an eine Fortsetzung der Shemue Reihe denkt.

Ausschlaggebend seien aber die Abverkäufe, die für die ersten beiden Teile nicht wirklich gut waren. Dies lag sicherlich auch an der verhältnismäßig geringen Verbreitung von SEGAs Dreamcast. Da die Produktionskosten recht hoch waren (damals die teuerste Spieleproduktion aller Zeiten), ist SEGA natürlich sehr vorsichtig. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, würden sie den Franchise, nach nun mehr rund neun Jahren, wieder an den Markt bringen. Anscheinend wartet SEGA auf einen Deal mit Sony, Microsoft oder Nintendo, die gegen ein Exklusivrecht das Spiel subventionieren sollen. Leider sieht das aktuell nicht danach aus.

Shenmue fiel damals auch wegen der vielen Möglichkeiten des Spielers mit der Umwelt zu interagieren auf. Städte wurden entsprechend mit Leuten bevölkert und relativ realistisch nachgebildet (z.B. Hong Kong). Mit Jobs verdient man sich Geld, was man in Spielhallen und für verschiedenen andere Dinge wieder ausgibt. Ziel der Entwicklicker war eine offenen Spielwelt die so realitätsnah wie möglich werden sollte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bot es auch die größte offene Spielwelt auf dem Markt und bis heute sind auch nicht viele Spiele in diesem Bereich an Shenmue rangekommen. Deshalb hat die Reihe auch heute noch recht viele Fans die seit Jahren auf eine Fortsetzung hoffen. Vor allem, weil der Zweite Teil mit einem offenen Ende versehen ist. Machte ja für SEGA eigentlich auch sinn, da die Serie als Trilogie vorgesehen war.

Zu hoffen ist, dass eine der besten Spieleserien auch eine standesgemäßen Abschluss bzw. Fortsetzung erhält. Selbst auf der Wii würde es mich freuen, nur bitte ohne Zappelsteuerung, die würde das Gameplay zerstören. Ich glaube ich packe demnächst nochmal den zweiten Teil auf der alten XBox aus und zieh den nochmal durch.
Falls die weiteren Hintergründe zu den Spielen interessieren, dann einfach mal die beiden Artikel auf Wikipedia anschauen Shenmue und Shenmue II oder auf der Fanseite Shemue Dojo.

Freitag, 29. Januar 2010

Lange nichts geschrieben...

Puuhaa, extrem lange nichts mehr gemacht. Wie einen Arbeit, Wohnungssuche, Umzug und co. doch von so Sachen abhalten können. Ist aber auch viel passiert in der Zwischenzeit.

Bild Cover: Uncharted und Ratchet & ClankNett war im November die Preissenkung der PS3 Slim von Media Markt, Saturn und Amazon als gegenaktion zu dem Aldi Angebot. Statt 299,- für 238,- das Teil zu bekommen, da konnte ich wahrlich nicht Nein sagen. Direkt mal als Doppelpack die Platinum Editionen von Uncharted: Drakes Schicksal und Ratchet & Clank: Tools of Destruction geholt. Okay, würde sagen geschmackssache. Uncharted ist von der Steuerung einfach nicht mein Fall. Mit dem Stick ein Fadenkreuz zu steuern und damit zu zielen war noch nie mein Ding. Was die Steuerung für die Geschicklichkeitseinlagen angeht ist das auch eher suboptimal. Man fliegt da definitv viel zu leicht irgendwelche Abgründe runter und muss wieder am Rücksetzpunkt anfangen. Kamera steht leicht schepp und das war es dann auch schon mit dem geradeaus laufen. Komme mir bei dem Game manchmal schon ein wenig blöd und besoffen vor, wenn ich mal wieder an ner Kante abstürze, obwohl die Optik noch Platz suggeriert. Ist ja auch ein frühes Werk auf der PS3 von Ende 2007, da waren die Macher wohl noch nicht soweit, was Steuerung angeht *hüstel*. Nach ca. 5 Stunden anzocken hatte ich auch nicht mehr so wirklich die Böcke darauf. Grafisch ist das Ding schon echt sehr nett und die Story ist auch gut aufgezogen, aber die Motivation ist wegen der Steuerung irgendwie flöten gegangen.

Nächste Station Ratchet & Clank: Tools of Destruction, auch schon von Ende 2007. Der geneigte Leser merkt, ich will erstmal ein paar ältere Games aufholen um die PS3 besser kennenzulernen. Einen neue Liebe braucht Zeit oder sowas in der Richtung. Das Spiel habe ich auch mal 4-5 Stunden angezockt und machte definitv einen besseren Eindruck auf mich. Grafisch auch nett, Fun Faktor hoch, weil die Hauptcharaktere gut in Szene gesetzt sind. Auf das Game werde ich mit sicherheit wieder zurück kommen, es musste leider Platz machen für Valkyria Chronicles.

Cover Bild: Valkyria ChroniclesEs handelt sich dabei um ein SRPG (strategy-RPG) von SEGA von Ende 2008, mit einer echt guten Cel Shading Optik. Ich bin auch nur begrenzt ein Freund von dem Grafikstil, aber hier macht es einen sehr guten Eindruck. Komischerweise hatte ich in den actionreicheren Sequenzen einige slow-downs, obwohl nicht all zu viele Gegner auf dem Bildschirm waren und das Game nur die kleine HD-Auflösung nutzt. Storytechnisch sind wir hier in einem alternativen Universum was viele Ähnlichkeiten zum Europa rund um den zweiten Weltkrieg aufweist. Die taktischen Elemente sind mit einer Actionsequenz pro Charakter verbunden, so dass man nicht einfach auf einer Übersichtskarte seine Einheiten zieht, sondern schön im Geschehen drin ist. Aber zu dem Game werde ich noch einen weiteren separaten Eintrag machen, da ich dann doch rund hundert Stunden damit zugebracht und es fast drei Mal durchgezogen habe.

Ähnliches gilt dann auch für das absolute Must Have, Assassin's Creed 2. Ein bissl mehr als ein Wochenende, also knapp über 30 Stunden Spielzeit und alles bis zur Vergasung erkundet, jede Nebenmission erledigt und einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Das Spiel ist einfach top! Man nehme Teil eins, straffe den Spielablauf ein wenig, mache eine gute Storyfortsetzung und baue die Sammlerelemente besser in den Verlauf ein und tadaa, ein Genreprimus par excellence. Das Beste, dies nervigen Taschendiebstahlaktionen auf dem Weg zum Ziel sind endlich geschichte! Naja, kleiner Wermutstropfen, leider fehlen der White Edition (alias Standard) zwei Kapitel die der Black Edition (alias Sammler) beiliegen. Mit oder ohne macht aber auch keinen Unterschied für die Qualität dieses Stücks Softwaregeschichte. Storyumsetzung, Grafik, Steuerung, Motivation, etc. sind einfach in sich stimmig und laden ein mehr zu erleben. Definitiv eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Ich glaube fast ich hol mir dann noch die Black Edition für die 360 um die beiden blöden KApitel noch zu zocken und die 1000 Gamerscore noch einzuheimsen. Vielleicht dann doch ein wenig plemm, plemm.

Sonntag, 14. Juni 2009

Valve und die PlayStation3

Das Valve nicht für Sonys aktuelle Konsole entwickeln will, ist nun schon länger bekannt. Bereits Anfang 2007 gab Gabe Newell, Mitbegründer von Valve, zum Besten, was er von der PS3 hält. Laut einem Interview hätte damals Sony alles "einstampfen" und nochmal von Vorne beginnen sollen.

In einem Punkt hat er aber recht. Ein super komplexes System, was schwierig zu programmieren ist, hat nicht unbedingt die besten Erfolgsausichten. Bestes Beispiel dafür ist der SEGA Saturn, der damals die bessere Technik im Vergleich zur Playstation hatte, aber es einfach zu schwer war die Leistung auch zu nutzen. Stichwort mehrere Prozessoren parallel, ähnlich dem PS3 System. Somit blieben gute 3rd-Party Titel selten und die großen Entwicklungen gingen zur PS1. Spaßig ist noch, dass seine Prognose von der Realität recht schnell erreicht wurde. Er meinte damals, dass Nintendos Wii bis Weihnachten 2007 die XBox360 mit ihren Verkaufszahlen überholt haben wird. Rund ein halbes Jahr vor Weihnachten war das auch schon der Fall.

Aktuell werden Valve Spiele vom Publisher für die PS3 umgesetzt, bzw. sie lassen die Titel von einem anderen Studio portieren. Dies resultiert nicht unbedingt in guten Ergebnissen, siehe Orange Box für PS3.

Vor kurzen wurde die Haltung von Valve auch nochmal von Game Designer Tom Leonard unterstrichen. Er sagte in einem Interview zu Loot Ninja, dass sie nicht vor haben, wegen den Besonderheiten der Hardware eines Herstellers, Blut und Wasser zu schwitzen. Da Valve aus dem PC-Bereich kommt, liegt die 360 also näher, als die PS3. Sony hat auch nie einen Hehl dasraus gemacht, dass ihre Konsole schwierig zu Programmieren sei, aber das könnte zu einem echten Problem werden. Die Gewinnmargen sind einfach höher, wenn man einen Titel auf zwei oder mehr ähnlichen Plattformen recht einfach realisieren kann. Der Mehraufwand für die PS3 schmälert diese und läßt im schlimmsten Fall noch den Erscheinungstermin nach hinten rutschen, was umgekehrt den Publisher nicht schmecken dürfte. So werden so einige Projekte nicht auf der Sony Konsole umgesetzt, auch wenn es möglich wäre. Leider ist das so, denn die PS3 dürfte nach dem Papier zu urteilen, die Leistungsstärkste Konsole sein.

Da weiterhin davon auszugehen ist, dass Valve die Meinung nicht ändern wird, kann man als PS3 Besitzer nur auf qualitativ hochwertige Portierungen hoffen.

Mehr zum Thema:
loot-ninja.com
www.4players.de
www.techradar.com
www.gameinformer.com

Marktzahlen PC-&Video-Spiele Deutschland 2008

Ich habe mir mal die Marktzahlen 2008 für Deutschland in ruhe zu Gemüte geführt. Diese sind von dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (kurz BIU) schon im Februar veröffentlicht worden, aber ich habe mich vor kurzen erst dafür interessiert.

Auf jeden Fall ist es schon sehr interessant, die unterschiedlichen Entwicklungen von PC, Konsolen und Handhelds zu sehen. Parallel noch mal VGChartz.com angeschmissen und mal gecheckt wie die einzelnen Konsolen performen. Nach der BIU ging in Deutschland die Entwicklung zugunsten der Konsolen. Der Gesamtmarkt der Spiele in Deutschland ist 2004-2006 nur gering gewachsen, d. h. um ca. 5-7%. 2007 gabs dann einen Sprung von fast 20% und 2008 nochmal um fast 14%.
Die nackten Zahlen in Millionen Euro:
  • 2004 - 1.019
  • 2005 - 1.068 (+4,81%)
  • 2006 - 1.146 (+7,30%)
  • 2007 - 1.375 (+19,98%)
  • 2008 - 1.566 (+13,89%)

Media Control GfK zufolge, liegt 2008 der weltweite Umsatz von Computer-/Videospielen über dem von DVD/Blu-ray-Filmen. So sollen rund 32 Milliarden US-Dollar mit Spielen gemacht worden sein und "nur" 29 Millarden mit DVDs bzw. Blu-ray. Wenn man jetzt diese Zahl zugrunde legt und den Wechselkurs US-Dollar zu Euro vom 31. Dezember 2008 nimmt, dann hätte Deutschland einen Marktanteil von 6,83%. Das wäre dann schon mal ein ordentlicher Anteil. Der Umsatzanstieg ist sicherlich mit den anhaltend guten Verkaufszahlen der Nintendo-Konsolen zu begründen. Aktuell sind schon 50 Mio. Wii und 104 Mio. DS verkauft worden. Solche Zahlen waren vor dem Riesenerfolg der PS2 undenkbar und in anbedacht, dass Nintendo ja schon ein Todgeweihter war, ist diesem Erfolg einfach nur Respekt zu zollen.

Die weiteren Zahlen in dem BIU Bericht zeigen ganz gut, warum die Publisher und Entwickler sehr stark auf Konsolen setzen. Erstens sinkt die Käuferanzahl für PC-Spiele, zweitens kaufen sich diese im Schnitt weniger Spiele und geben pro Kopf weniger Geld dafür aus. Folglich resultiert daraus ein geringerer Gesamtumsatz, hinzu kommt noch ein geringerer Durchschnittspreis pro gekauften Spiel. Der komplette Gegensatz dazu ist bei den Konsolen zu finden. Der Durchschnittpreis pro verkauften Spiel macht es deutlich, PC 18,45 €, Konsolen 39,78 € und Handheld 29,16 €. Bedenkt man dann noch die größere Raubkopieproblematik beim PC, dann ist die Bevorzugung von Konsolen in der Industrie recht klar. Der Wachstumsmotor für den steigenden Umsatz ist demnach nicht groß verwunderlich der Konsolenmarkt. Dieser konnte ein Plus von 37% verbuchen und stieg von 544 auf 744 Mio. Euro und trägt nun 48% des Gesamtumsatz.

Bleibt als Fazit, mit solchen Zahlen im Rücken, sollten sich populistische Politiker, die gerne in Bayern zu finden sind, noch mal überlegen, wie sie die "Killerspiel"-Debatte führen. Der Spielemarkt ist ein ernormer Wachstumsmarkt, dem weiterhin ein prozentuales Plus im zweistelligen Bereich prognostiziert wird. Zu dem aquiriert dieser Markt immer neue Kunden aus der Jugend und verbreitert sich enorm mit den "Casual-Gamern". Durch Nintendos Konsolen und dem Handy als Spiele-Plattform erreicht man eine immer größere Zielgruppe. Es ist viel mehr ein Massenphänonem geworden, was früher nur eine kleine Gemeinde angesprochen hat. Ein Multi-Milliarden-Zweig der Unterhaltungsbranche, der sein Gewicht noch nicht richtig in die Waggschale geworfen hat.

Die Marktzahlen sind zu finden auf: www.biu-online.de
Aktuelle Verkaufscharts: vgchartz.com

Dienstag, 9. Juni 2009

Crysis 2 für Konsolen

Nachdem ja letzte Woche auf der E3 bekannt wurde, dass Crysis 2 auch für die XBox 360 und die PS3 kommen soll, steigt die Spannung. Die neue CryENGINE 3 kann nun auch mit der aktuellen Konsolengeneration umgehen und zieht in diesem Bereich endlich mit der Unreal Engine von Epic Games und id Softwares Quake Engine gleich. Auch wenn das vorher schon bekannt war, konnte man noch lange nicht davon ausgehen, dass Crysis 2 auch für Konsolen umgesetzt wird. Ist auf jeden Fall ein gute Nachricht.

Das sich Crytek mit der technischen Leistung seiner Engine nicht verstecken braucht, hat man ja nun schon öfters gesehen. Optisch gefallen mir die Spiele auf dieser Basis ein wenig mehr, auch wenn es im Vergleich zur Spielemasse mit Unreal Engine-Gerüst noch recht wenige sind. Trotzdem gehört die CryEngine absolut zu den weltweiten TOP-3 und braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die Option für quasi alle Plattformen entwickeln zu können sollte die Attraktivität der Technologie enorm steigern. Dann hieße es in mehr Spielen, Technik aus Deutschland, was den Standort bestätigen würde. Dabei gilt natürlich als Voraussetzung, dass die "Killerspieldebatte" nicht allem einen Strich durch die Rechnung macht.

Wenn man an Crysis denkt, dann weiß man wie hart die Systemanforderungen sind. Rund 1,5 Jahre nach der Veröffentlichung haben die meisten PCs immer noch Probleme, wenn man die Details hochschraubt. Das gleiche gilt sicherlich auch wieder für Teil zwei. Für die Konsolenvariante von Crysis 2 werden aber sicherlich die grafischen Gimmicks nach unten gedreht. Schließlich ist die neue Engine für kommende High-End-PCs ausgelegt und mit denen können die 360 und PS3 einfach nicht mehr mithalten. Crytek wird beide Konsolen sicherlich bis an die Grenzen treiben, was ein optisches Festmahl auf alle Fälle garantieren sollte! Angesetzt ist die Veröffentlichung für 2010, aber man weiß bei so Projekten ja nie. Lieber ausgereift und später, als früher und buggy ohne Ende.

In diesem Sinne, are you ready for your Crysis?!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Packard Bell Viseo 224 WS DVI - 22" TFT-Monitor 16:10 Breitbild-Format

Wenn ich schon mit meinem letzten Post beim Thema Spiele-Hardware war, dann muss ich doch glatt mal was über meinen neuen Monitor schreiben. Na gut, neu ist relativ, aber im Verhältnis zu meinen alten Röhrenmonitoren (6 bzw. 8 Jahre, 19" & 20") ist der de facto neu. Seit ein paar Wochen steht bei mir auf dem Schreibtisch ein nett anzusehender 22" TFT im 16:10 Format von Packard Bell. Nach dem Packard Bell ja vor geraumer Zeit von Acer gekauft wurde, hat die Traditionsmarke nun eine leichte Richtungsänderung erhalten. Mittlerweile bekommt man auf Spieler ausgelegte Hardware für einen fairen Preis von Packard Bell, was man unter anderem an den guten Spiele-Notebooks aus der iPower-Serie erkennen kann.

Das Viseo 224 WS DVI ist ein gut verabeiteter Monitor den ich bei Saturn für gerade mal 140,- € erhalten habe. Gut die Ausstattung könnte besser sein, aber für den Preis konnte ich nicht Nein sagen. Erst wollte ich ihn "nur" als Übergangsmonitor nutzen, bis ich mir endlich mal nen anständigen HD-TV gönne, aber das Teil hat mich echt positiv überrascht. Die Anschlussmöglicheiten sind mager, es gibt je nur einen Anschluss für VGA und DVI, sowie einen Audio-IN für die integrierten 2x2 Watt Lautsprecher. Andere Monitore in der Preisklasse bieten aber auch nicht unbedingt mehr, vor allem nicht in der Kombination mit der Monitor-Größe. Die schlanke Umrahmung des Displays ist in einem schönen Schwarz in Glanzlack-Optik gehalten. Leider ist die Bedienung ein wenig umständlich, da sich die Knöpfe für die Einstellung an der Unterseite befinden. Das läßt sich aber leicht verschmerzen, denn mit dem digitalen DVI-Anschluss muss man kaum etwas einstellen muss. In der nativen Auflösung von 1680x1050px ist die Darstellung sehr scharf und lässt nichts zu wünschen übrig. Da ich aktuell kein Tool auf dem Rechner habe um die Reaktionsgeschwindikeit zu testen, vertrau ich mal der Herstellerangabe von 5ms. Nach mehreren Stunden spielen mit PC sowie XBox360 in verschiedenen Genres, konnte ich auch bei sehr schnellen Spielen keine Schlierenbildung feststellen. Dementsprechend stellt sich der Monitor als voll Spieletauglich vor. Auch in kleineren Auflösungen sieht das Bild noch sehr gut aus, auch wenn es ein wenig verwaschener wirkt, was aber normal ist. Aktuell habe ich noch nicht getestet wie die Bildqualität bei DVD-Filmen ist, habe aber große Hoffnung, dass die Qualität auf ähnlich hohen Niveau bleiben wird.

Die Verarbeitungsqualität läßt auch keine Wünsche offen. Alles ist sauber verbaut, und verschraubt, nichts klappert oder rüttelt und das Gehäuse fühlt sich sehr stabil an. Der Standfuß ist ausreichend dimensioniert um dem 4,8Kg schweren Monitor mehr als genügend Halt zu geben. Auch wenn die Halterung am Standfuß auf dem ersten Blick nicht ganz so vertrauenswürdig erscheint, so ist es doch erstaunlich fest. Das Display wackelt nur gering, wenn man daran rüttelt und kommt extrem schnell wieder in den Ruhezustand. Das habe ich schon ganz anders erlebt, z.B. mit den Dell-Monitoren bei mir auf der Arbeit, die gerne einen flummiartigen Effekt haben, sobald sie in Bewegung geraten. Das Display kann man in der Vertikalen hoch und runter neigen aber leider nicht auf der Horizontal-Achse nach links oder recht drehen, zudem ist das Display nicht in der Höhe verstellbar. Für mich stellt dies aber keinen größeren Nachteil dar, da durch den großzügigen Neigewinkel, auch so die richtige Platzierung schnell gefunden war. Der Blickwinkel geht mit rund 160° Horizontal sowie Vertikal absolut in Ordnung. Einzige Ausnahme dabei ist die Farbtreue, die nur in einem ca. 60° Winkel (horizontal) bzw. ca. 90° (vertikal) gegeben ist.

Zur gelieferten Austattung gehören das 22"TFT (effektiv 21,6"), 1x VGA-Kabel, 1x DVI-Kabel, 1x Stereo-Audio-Kabel, 1x Netzteil, gedruckte Kurzanleitung und eine CD mit Step-by-Step inbetriebnahme-Anleitung. Treiber für XP oder Vista werden nicht benötigt, das Betriebssystem erkennt ihn als Plug'n'Play Monitor mit der richtigen Auflösung. Alles in allem ist dieser Monitor eine klare Kaufempfehlung, da man extrem gute Qualität für einen niedrigen Preis erhält. Klar ist es kein High-End-Monitor und er kann keine Full-HD Auflösung, aber er ist absolut ausreichend für PC-Spieler. Konsolen-User finden spätestens mit dem VGA-Anschluss eine Möglichkeit und ist somit eine platzsparende und günstige Alternative. Falls man also aktuell einen Monitor für 140-160 € sucht und sich mit einer Auflösung von 1680x1050 zufrieden gibt, liegt man mit dem Packard Bell Viseo 224 WS DVI absolut nicht verkehrt. Für unsichere lohnt sich ein kleiner Praxistest bei einem Händler um die Ecke.

Die nackten Daten findet man auf der Produktseite des Viseo 224 WS. Hier auch noch der Link zur Händlerliste.

Freitag, 29. Mai 2009

Spiele-PCHardware haben höheren Umsatz als Konsolen Hardware

Habe gestern einen Artikel auf Gamestar.de Bereich Hardware gelesen, dass in diesem Jahr der Umsatz für Spiele PCs trotz Rückgang immer noch höher liegen wird als für den Konsolen Markt. Ist für mich deshalb lustig und passend, da ich aktuell über einen neuen PC nachdenke. Wird auch so langsam Zeit, mein alter PC hat mittlerweile mehr als sechs Jahre auf dem Buckel und hat so einiges mitgemacht.

Der Gamestar Artikel bezieht sich auf eine Studie von Jon Peddie Reserach (JPR), in der die Umsatzentwicklung für die nächsten Jahre prognostiziert wird. Danach soll der Umsatz für Spiele-PC-Hardware dieses Jahr um 7% von 20,076 Milliarden US-Dollar auf 18,658 Milliarden sinken. Eingerechnet werden zu der eigenlichen PC-Hardware, auch entsprechendes Zubehör und Monitore. Der Umsatz wird bei den Konsolen um fast 2 Milliarden US-Dollar niedriger sein und dass obwohl auch teilweise die Verkaufszahlen von HD-TVs eingerechnet werden. Laut Studie wird für die Spiele-PC-Hardware ein Anstieg im Jahr 2012 auf 30,672 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

Wenn sich das bewahrheitet, dann war es wohl nichts mit dem so oft beschworenen Tod des PCs als Spieleplattform. Ich denke, ich werde dieses Jahr das Meinige zutun. Zur Zeit bin ich noch am überlegen welche Konfig ich nehmen sollte. Denke es wird wohl ein Core 2 Quad werden mit 4GB RAM oder vielleicht auch mehr (zwecks Video- und Bildbearbeitung) ab ca. 1TB Festplatte(n) ggf. im Raid Verbund. Wo ich mir aber echt noch unschlüssig bin ist die Grafikkarte. Aktuell gehen die nVidia GeForce GTX 285 voll ab, wie Beispielsweise die Karten von Zotac, aber da ich früher eigentlich ein ziemlicher GeForce hasser war, tu ich mich immer noch schwer damit. Wahrscheinlich wirds dann doch die GTX 285, außer Ati legt nochmal ne schnelle Radeon nach. Haben ja "leider" nur die Preise gesenkt.
Mal sehen was es wird. ;)

Hier noch der ganze Artikel: http://www.gamestar.de/hardware/news/pc_notebook/1956395/pc_spiele_hardware_uebertrifft_konsolen.html

...und noch der Link auf die Pressemitteilung von JPR: http://jonpeddie.com/press-releases/details/pc-gaming-daunted-but-unbowed-by-recession/